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Sehr geehrte Frau Briem,
so manche Ein- und Zweijährige beherrschen schon die typische Wischbewegung, um ein Tablet zu bedienen. Kein Wunder, digitale Medien sind im Alltag junger Familien selbstverständlich präsent – als Smartphone, Tablet, PC oder Spielgerät. Aus der Kita allerdings möchten viele Mütter und Väter elektronische Medien verbannen – ist das zeitgemäß? Kommt es nicht eher auf das Wie an? Wie in anderen Lebenssituationen auch sollten Eltern und Erzieherinnen das Gespräch miteinander suchen, aber wie kann das gelingen? Wir von der Stiftung Ravensburger Verlag und die Kolleg(inn)en von der Berliner Stiftung Digitale Chancen fragen uns daher:
Wie lässt sich medienerzieherische Begleitung von Kitakindern im Dialog zwischen Eltern und pädagogischen Fachkräften sinnvoll gestalten? Ein auf vier Jahre angelegtes Forschungsprojekt soll hierfür Antworten suchen und Handlungsempfehlungen erarbeiten.
 
Auch die anderen derzeit laufenden Projekte der Stiftung Ravensburger Verlag widmen sich Kindern, Jugendlichen und Familien. Es geht um gleichberechtigte Lernchancen in der Schule, um Förderung handwerklicher Fähigkeiten und um geflüchtete junge Menschen und ihre Ansprüche an Jugendhäuser. Mehr dazu lesen Sie in diesem Newsletter.
 
Die Stiftung Ravensburger Verlag wünscht Ihnen einen schönen Sommer 2018, wo auch immer Sie ihn verbringen!
 
Johannes Hauenstein
Vorstand
In dieser Ausgabe
 
Werk. Klasse. 
Medienkompetenz
Geflüchtete Jugendliche
Chancenwerk Ulm
Kontakt
Line
92.000 Euro für Förderprogramm Werk.Klasse. 2018 in Mecklenburg-Vorpommern und Baden-Württemberg
Werk.Klasse
 
Bau eines Holländers und Experimente mit Papierpulp
Foto: Gymnasium Bad Waldsee

 
10 allgemein bildende Schulen in Mecklenburg-Vorpommern und 25 Schulen in Baden-Württemberg erhalten im nächsten Schuljahr die Möglichkeit, ihren Schülern während oder außerhalb des Regelunterrichts handwerkliche Projekte anzubieten, um ihr Interesse für handwerkliche Ausdrucksformen zu wecken, ihr Geschick dafür zu fördern und verborgene Talente zu entdecken. Die Stiftung Ravensburger Verlag vergibt Preisgelder von insgesamt 92.000 Euro. www.werkklasse.com und www.kunstklasse.com.
 
Die Spanne der bewilligten Fördersummen reicht von 455 Euro bis 3.000 Euro. Es hatten sich 82 Schulen beworben, 59 in Baden-Württemberg, 23 in Mecklenburg-Vorpommern. Die Stiftung schrieb das Förderprogramm Werk.Klasse. zum zweiten Mal aus; die Pilotrunde in Baden-Württemberg war sehr erfolgreich verlaufen. Sie erweiterte damit ihr Förderprogramm Kunst.Klasse., das seit 2009 erfolgreich mit hoher Resonanz in mehreren Bundesländern läuft. Die Projekte Werk.Klasse. und Kunst.Klasse. werden im Jahreswechsel ausgeschrieben.
 
 
 
Bullerbü-Kindheit mit Tablet?
Digitale Medien
 
Die digitale Welt zieht auch in Kitas ein, umso wichtiger ist ein achtsamer und bewusster Umgang mit Medien
Foto: Ingo Heine

 
Wie lässt sich medienerzieherische Begleitung von Kitakindern im Dialog zwischen Eltern und pädagogischen Fachkräften sinnvoll gestalten? Dies ist die zentrale Frage eines vierjährigen Forschungs- und Praxisprojekts, das die Berliner Stiftung Digitale Chancen in Kooperation mit der Stiftung Ravensburger Verlag durchführt. Letztere finanziert mit einem Budget von rund 430.000 Euro die Forschungsarbeiten und die praktische Umsetzung von Medienerziehungsprojekten in Kitas. Ein sechsköpfiger wissenschaftlicher Beirat begleitet das Projekt mit fachlicher Expertise.
 
Digitale Medien zuhause, Schonraum Kita – was Eltern wünschen
Viele Eltern wünschen sich für ihren Nachwuchs eine "Bullerbü-Kindheit" mit viel Spiel und Bewegung im Freien, mit Naturerlebnissen, mit gemeinsamen Aktivitäten wie Basteln, Bilderbücher betrachten, Backen, Singen, Musizieren und Vorlesestunden. Wie aktuelle Studien belegen, haben digitale Medien im Gegensatz zu Büchern nach Meinung vieler Mütter und Väter in der Kita nichts zu suchen, die oft als medialer Schonraum betrachtet wird. Im Gegensatz dazu steht die Alltagswelt junger Familien, in denen Smartphones, Tablets und Nutzung sozialer Medien selbstverständlich sind und schon die Jüngsten mit mobilen Medien und Kleinkinder-Apps vertraut sind.
 
 
 
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Normalität statt Flucht: Was junge Geflüchtete in Jugendtreffs vorfinden
 
Jugendliche und junge Erwachsene, die aus Krisengebieten nach Deutschland geflüchtet sind, wollen in Jugendzentren und anderen Angeboten der Jugendarbeit nicht als "Opfer" in die Kategorie Flucht eingeordnet werden. 16- bis 22-jährige Geflüchtete formulieren „normale“ Ansprüche an Jugendhäuser: Freundschaften schließen, Fußball, Basketball oder Billard spielen, Spaß haben, Ablenkung von Langeweile – aber auch die deutsche Sprache trainieren und potenzielle Hilfe für Behördenkontakte finden.
 
Erste Ergebnisse einer Pilotstudie der Uni Siegen für die Jugendarbeit
Dies ist ein erstes Ergebnis einer systematischen Untersuchung der Lebenswelt junger Geflüchteter unter Leitung des Erziehungswissenschaftlers Professor Dr. Thomas Coelen an der Universität Siegen. Bislang gibt es nur sehr wenige empirische Studien zur Lebenswelt junger Geflüchteter.
 
Terminankündigung: Das Siegener Pilotprojekt wird derzeit in verschiedenen Fachtagungen vorgestellt. Es findet seinen Abschluss in Frankfurt am Main am 9. November 2018 mit einer Tagung für Vertreter der Jugendarbeit, Kreisjugendringe, Verbände, Kommunen und Landkreise, an der sich die Stiftung Ravensburger Verlag als Mitveranstalter beteiligt.
 
 
 
Schulförderprojekt "Lernkaskade": Chancengleichheit in drei Ulmer Schulen
Chancenwerk Ulm
 
Die Studentin Maleen (Mitte) unterstützt als studentische Koordinatorin ältere Schüler(inn)en in der Ulmer Elly-Heuss-Realschule
Foto: Anja Köhler

 
Eine positive Bilanz zum Schuljahresende haben die Stiftung Ravensburger Verlag und der gemeinnützige Verein und Träger der freien Jugendhilfe Chancenwerk e. V. über das Ulmer Förderprogramm "Lernkaskade" gezogen. In dem seit Herbst 2016 laufenden Programm profitieren derzeit 125 Schüler(innen) aus drei Schulen von Lernhilfe und Nachhilfekursen. Es handelt sich nicht um klassischen Nachhilfeunterricht, den die Eltern finanzieren müssen, sondern um ein Lernkonzept, das den Kindern und Jugendlichen mehr Chancengleichheit im deutschen Bildungssystem bietet als üblich. Die Stiftung Ravensburger Verlag fördert die Ulmer "Lernkaskaden" mit 150.000 Euro.
 
Bildungszugang unabhängig vom Geldbeutel
Das Prinzip "Lernkaskade" beruht auf der Idee, dass ältere Schüler(innen) jüngere Kinder der 5. bis 7. Klassenstufen unter professioneller Begleitung unterstützen und unterrichten. Zuvor werden sie in mehreren Workshops auf die Aufgabe vorbereitet. Die älteren Schüler(innen) wiederum erhalten gezielte Nachhilfekurse in ihren eigenen Lernfächern durch (ebenfalls zuvor geschulte) studentische Betreuer(innen) und Koordinator(innen). In der Kaskadenabfolge erhalten nur die Studierenden eine Entlohnung für ihre Leistung. Die Eltern der jüngeren Kinder zahlen einen geringen, noch dazu einkommensabhängigen Beitrag. Der Geldbeutel spielt daher eine geringe Rolle in diesem Projekt. Von der Förderung können ausnahmslos alle Schüler(innen) profitieren.
 
 
 
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Kontakt
 
Stiftung Ravensburger Verlag
stiftung@ravensburger.de
www.stiftung.ravensburger.de
Vorstand Johannes Hauenstein
Medien- und Öffentlichkeitsarbeit Andrea Reidt
Assistenz Sabine Briem
Telefon 0751/86-1756 (Mo-Fr 8-12 Uhr)
 
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